Monatsrückblick April 2026: Zeit für neue Routinen und Eindrücke

Der April ist unerwartet zum Vorbereitungs-, Struktur- und Selfcare-Monat geworden. Erwartet hatte ich eher mein frustiertes, unkreatives Ich, wenn ich bedenke, was in meinem Privatleben sonst so los war Ende März.

Umso freudiger kann ich dir jetzt vom April berichten!

Gelesen & Gehört: diese Bücher haben mich im April 2026 begleitet

  • No hard Feelings von Genevieve Novak
    Das Hörbuch habe ich schon im März zu Ende gehört, aber ein angenehmer Vibe schwingt mit, den ich im ersten Moment nicht so ganz greifen kann … auf jeden Fall hat dieses Buch mich emotional abgeholt, denn ich konnte mit der Protagonistin mitfühlen.

  • Honey & Spice von Bolu Babalola
    Das Buch war für mich Fake Dating in unvorhersehbar – soweit das geht, denn natürlich erwarte ich als Lesende, dass die Fake-Dating-Personen ein Paar werden. Bisher habe ich in diesem Trope wenig gelesen, weil ich bei anderen Büchern schon aus Klappentexten dachte: das ist zu offensichtlich. Hier fand ich den Background, weshalb die Protagonistin am Fake Dating festhält, gut nachvollziehbar. Vermutlich auch, weil sie als ziemlich rationale Figur präsentiert wird.
    Außerdem gab es hier einen wunderschönen Side-Plot – Achtung, Spoiler (!) – in dem die Protagonistin sich mit einer Jugendfreundin versöhnt. Das erinnert mich an eine Notiz, die ich vor einiger Zeit geschrieben habe: ich möchte girls girls schreiben, nicht „komplizierte Frauenfreundschaften“ nacherzählen. Jetzt frage ich mich: wie kann ich diese Notiz überarbeiten, dass auch andere Menschen etwas von dieser Überlegung haben?

  • Fuckgirl von Bianca Jankovska
    Das Buch habe ich noch nicht beendet, aber jetzt bin ich hooked. Bereits im letzten Monatsrückblick hatte ich angekündigt, dass ich mich im März auf die Leseprobe freue. Im ersten Moment hat das Reinlesen aber nicht zu meiner Stimmung gepasst. Trotzdem habe ich verfolgt, was die Autorin seit Erscheinen über das Buch veröffentlicht hat und so ist meine Neugier wieder gewachsen. Diesmal konnte ich mich viel offener auf das Leseerlebnis einlassen. (Passiert mir übrigens häufiger, dass ich den für mich richtigen Mood für ein neues Buch abpassen muss). Und jetzt liebe ich Fuckgirl einfach.
    Sehr empfehlenswert, falls du neugierig bist, finde ich übrigens auch den „Definitionsartikel“: Nein, Fuckgirl ist nicht bloß die „gender-reverse“ Variante eines Fuckbois.

  • Artikel Working in Between Public and Private
    Interessant daran war für mich vor allem, dass ich so auf eine Seite des Autors gekommen bin mit dem Titel „some ways I can help„. Was in mir die Frage aufgeworfen hat, wie ich Menschen & vor allem meinen Blog-Lesenden helfen könnte?

Geschrieben: an diesen Texten habe ich im April gearbeitet

online: das habe ich gebloggt

  • öhm, offensichtlich nix, liegt aber auch an dem, was in Arbeit ist

in Arbeit: an diesen Texten und Notizen habe ich geschrieben

  • Plotbunny Arbeitsleben ausgegraben & ältere Notizen zusammengeführt
  • Überblick über meine Obsidian Vaults – Entwurf für einen Blogartikel, der wächst und bisher wesentlich länger wird, als ich erwartet hatte
  • ein Obsidian Canvas (das ähnelt einer Mindmap Funktion) über meinen Blog & die Formate
  • Das Bullet Journaling System ist gewachsen – eine Notiz über meine erneute Auseinandersetzung mit dem Thema und meine Ambivalenz zwischen
    a) urgh, das ist auch zu so einem Produktivitätshype geworden (hatte ich ehrlich gesagt ruhiger in Erinnerung) und
    b) ich will all meine Notizen dazu wieder ausgraben und mich nochmal in das System vertiefen

diese Ideen sind liegen geblieben

  • Spicy Romance Novella ist liegen geblieben, weil innerlich große Hürde weiterzuschreiben… Vielleicht weil Themen zu nah dran sind? Gedanke ist mir gekommen, als ich in Benedict Wells „Die Geschichten in uns“ reingelesen habe
  • außerdem habe ich mich entschieden eine Idee zu beerdigen, die ich Anfang des Jahres für eine Ausschreibung hatte, denn ehrlich gesagt fühle ich die so gar nicht und es gibt genug andere Schreibideen, die bereits dichter sind und mich mehr ansprechen

Gelernt: über diese Themen und Fragen habe ich im April nachgedacht

Wie kann ich mich in meinem Tempo News konsumieren?

  • Problem: ich kriege weniger vom Weltgeschehen mit als ich möchte, unterwegs Tagesschau Podcast oder ähnliches hören stresst mich aber
  • Lösung: RSS Feed nutzen, testweise ein paar Nachrichtenunterseiten abonniert
  • jetzt noch meinen Rhythmus finden, um regelmäßig reinzulesen ohne zu viel Weltschmerz zu erleben

Wie kann ich mir den Einstieg ins Schreiben leichter machen?

  • Unterschied Obsidian Notiz zu Schreibprojekten in Scrivener
  • Notizen zu Schreibprojekten immer wieder verstreut
  • ich denke über ein neues Schreibsetup nach und darüber Obsidian als Tool fürs kreative Schreiben nochmal eine Chance zu geben

Erkenntnis: Zusammenführung mehrer Obsidian Vaults darf dauern.

  • hängt mit Artikel-Entwurf zusammen
  • gemerkt, dass ich keine Hauruck-Aktion machen möchte
  • außerdem viel zu viele kleine Einzelnotizen, als das ich es sinnvoll finden würde, sie copy-paste in den aktuellen Vault mitzunehmen

Ich habe das Daily Log im Bullet Journaling falsch verstanden – jetzt bin ich wieder in love mit meinem Notizbuch.

  • Daily Log it is again
  • Notizbuch auf dem Schreibtisch neben mir liegen haben hilft mir enorm kurze Gedanken festzuhalten
  • spannend was sich in ein paar Wochen an offenen Aufgaben sammelt
  • und das schöne daran: der Großteil begeistert mich und es ist keine urgh-was-ich-eigentlich-alles-für-Erwachsenen-Kram-tun-müsste-Liste

Was im April sonst so los war

Blogstruktur & erste KI-Experimente

In den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass das Schreiben von online Texten mir viel leichter fällt, wenn ich mir Fragen stelle und eine Struktur habe, die ich mit Leben füllen kann. Also habe ich in den letzten Wochen getestet, wie ich Templates anlegen kann, die ich immer wieder befülle.
Dazu habe ich ein bisschen mit KI experimentiert. Kurzer Disclaimer: ich will & werde weiterhin selbst schreiben. Sonst fehlt ja der Teil, der mir am meisten Spaß macht!
Mit der Ausgangslage Strukturen zu schaffen, hatte ich nun wirklich ein Projekt mit dem ich KI testen konnte ohne ganz persönliche Daten von mir anzugeben. Und ich war mehr als erstaunt, als im Chat klickbare Grafiken auftauchten.
Die von KI erstellten Strukturen überarbeite ich jetzt und teste die Templates beim Schreiben. Um herauszufinden, was auf dem Papier vielleicht nett aussieht, aber gar nicht zu meinem kreativen Ablauf passt.

mehr Yoga

Im April habe ich regelmäßiger Yoga gemacht als in den letzten drei Monaten. Und mein viel am Schreibtisch sitzender Körper dankt es mir. Geholfen hat dabei vor allem, das ich nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder Yoga vor Ort mit anderen Menschen gemacht habe. Ich war bei einem Workshop zum Thema „Hip Release“. Dort wurde Yoga mit Bodywork, Breathwork und TRE kombiniert. Ein ganz anderes Erlebnis als mich zu Hause zu einem Yogavideo zu bewegen.
Trotzdem hat dieser Workshop den Anstoß gegeben auch zu Hause wieder öfter zu yogen und ich merke wieder, dass die innere Ruhe noch besser tut, wenn ich es schaffe die Matte regelmäßiger auszurollen.

persönliches Aufräumfest

Mithilfe einer Freundin habe ich viele Regale, Schränke und Ablageflächen umorganisiert und ausgemistet. Mir war gar nicht bewusst wie lange mich einige Sachen schon begleiten, bis wir an einem Abend in einem Fotoalbum geblättert haben. Jetzt bin ich gleich viel versöhnter mit meinem Körper, denn es ist okay, dass ich nicht mehr in Kleidung von vor über 10 Jahren passe.
Und ich genieße die räumliche Ruhe so sehr, dass es mir leichter fällt als erwartet, Dinge an ihre neuen Plätze zurückzubringen, nachdem ich sie genutzt habe.
Auch der Ausmist-Flow ist hängen geblieben, denn aktuell kann ich auch im Alltag noch viel leichter entscheiden, mich von Sachen zu trennen. Mal sehen, wie lange das anhält.

Was ich in den Mai mitnehme

Ich möchte Notizen identifizieren, die ich als kurzes Statement veröffentlichen kann, wie für die Notiz „ich möchte girls girls schreiben, nicht „komplizierte Frauenfreundschaften“ nacherzählen“ beschrieben, an die mich das Buch Honey & Spice von Bolu Babalola erinnert hat.

Ich teste im Mai, ob drei mal wöchentlich in den frisch eingerichteten RSS-Feed schauen ein Rhythmus sein könnte, mit dem ich mich gut informiert und trotzdem nicht überfrachtet fühle.

Ich möchte neben diesem Monatsrückblick die zwei begonnen Blogartikel-Entwürfe beenden und veröffentlichen.

Ich experimentiere mit verschiedenen Orten in der Wohnung um eine kurze Dehnungspause oder Yogasession einzulegen. Dabei hilft mir auch die Selfcare App Finch, die mich täglich an eine „strech break“ erinnert.


Letzter Rückblick: Monatsrückblick: So war mein Februar 2026

Weiterlesen: Wenn du mehr über meine Journaling-Prozesse und was ich bisher alles ausprobiert habe, lesen möchtest ist dieser Artikel der richtige für dich: Dranbleiben als Kreative?

Ella R. Finley
Ella R. Finley

auf der Suche nach meinem artsy-Autorin-Ich. hier dokumentiere ich den Weg und freue mich, wenn du ein Stück mit mir gehst.

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