12 Gründe Liebesromane zu lesen

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… oder auch, warum ich immer wieder zu diesem Genre zurückkehre.
Du fragst dich, was an Liebesromanen so faszinierend sein kann? In diesem Artikel versuche ich in Worte zu fassen, weshalb Liebesromane lesen so schön sein kann.

Schon als Teenager hatten alle Bücher, die ich gelesen habe, eine Lovestory. Mal als Fokus, mal nebenbei. Okay zugegeben: Schullektüre natürlich nicht immer.

Wenn ich heute durch eine Buchhandlung streife – was seltener geworden ist – oder durch die Shop-Seiten der Buchhandlungen scrolle, greife ich immer wieder zu Liebesromanen. Ich lese sie mit unterschiedlichsten Themen, von verschiedenen Autor:innen, aber immer wieder.

Und es ärgert mich, dass in einigen Ecken des Internets noch abfällig darüber geschrieben und gesprochen wird. Ich sage nur „Frauenliteratur“ – urghs. Deshalb habe ich 12 Gründe gesammelt, warum Liebesromane lesen so wohltuend, spannend und inspirierend sein kann.

1. Liebesromane bieten (genau wie andere Genres) viele Variablen.

Denn egal, ob wir in einem Coming-of-Age Roman von Schüler:innen lesen, die sich verlieben, oder von zwei Figuren, die mitten im Berufsleben stehen: die Eckpunkte der Lovestory, vom Kennenlernen über den ersten Kuss bis zur Entwicklung der Beziehung, bleiben. Aber die Liebesgeschichte wird sich anders entwickeln, weil verschiedene Altersklassen unterschiedliche Themen haben, die sie neben dem Dating bewegen. Und auch bei verschiedenen Büchern mit Figuren im selben Alter können die Lebenssituationen, die wir als Lesende begleiten, stark variieren.

2. Durch verschiedene Subgenres und Tropes kannst du tief in einen Teilbereich von Liebesromanen eintauchen oder deinen Lesestoff abwechslungsreich wählen.

Die vielfältigen Subgenres und Tropes helfen dabei, einen Liebesroman zu finden, der zu deinem Lesegeschmack passt.

Sowohl die Subgenres als auch die Tropes bieten eine erste Orientierungshilfe, welche Themen eine Rolle spielen könnten. Eine Romantasy (Romance + Fantasy) wird sich stark von einem historischen Liebesroman unterscheiden.

Tropes deuten eher auf konkrete Hindernisse oder Lebensumstände hin. Zum Beispiel bieten die drei Tropes: strangers to lovers, friends to lovers und enemies to lovers eine klare Unterscheidung über die Beziehungsentwicklung der Figuren. Und deuten an inwiefern es ein Kennenlernen gibt.

3. Crossover: Überschneidungen mit anderen Genres.

Liebesromane bieten verschiedenste Überschneidungen mit anderen Genres.

  • Romantasy, die Mischung von Romance und Fantasy
  • Paranormal Romance
  • historische Liebesromane 😍
  • Romantikthriller

Auch in anderen Genres, gibt es meiner Beobachtung nach regelmäßig Lovestorys. Wobei hier der Fokus nicht auf der Liebesgeschichte liegt. Dazu zähle ich:

  • Familienromane
  • Entwicklungsromane
  • Jugendromane

Ich persönlich begleite Figuren gerne dabei, eine schwierige Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sozusagen eine Prise Entwicklungsroman, aber weils ein Liebesroman ist, eben trotzdem Fokus auf die Lovestory.

4. Wenn wir Liebesromane lesen, finden wir Inspiration für persönliche Veränderung.

Wir können beim Lesen die innerlichen Veränderungen der Figuren miterleben. Zwischen den Zeilen schlummern so viele Hinweise, wie sich im Laufe einer entstehenden Beziehung auch die Sichtweisen der Figuren aufs Leben verändern. Und neben den romantischen Situationen liebe ich diese Zwischentöne.

5. Wir können Liebesromane lesen, um vielfältige Kennenlern-Momente zu erleben.

Denn wo die Tropes einen ersten Überblick geben, machen die individuellen Protagonist:innen es im Detail vielfältig.

Figuren, die eine Person einfach von der Seite anquatschen oder mit eine:r neuen Kolleg:in auf ein Date gehen? Würde ich nie machen. Aber wir haben die Chance verschiedensten Begegnungen zu lesen.

6. Liebesromane zeigen uns verschiedene Umgänge mit und in Beziehungen.

Ich finde die verschiedenen Arten von romantischen Beziehungen immer wieder spannend. Von unterschiedlichen ersten Treffen zu klärenden Gesprächen zwischen den Figuren. Liebesromane bieten Inspiration für das, was du & ich in unseren Beziehungen erleben oder gerade nicht erleben wollen.

Vor allem wenn wir uns Büchern zuwenden, die im Selfpublishing erscheinen, gibt es auch Raum für verschiedene Sexualitäten. Talia May beispielsweise schreibt Liebesgeschichten zwischen Frauen.

7. Bookboyfriends. Ein plakatives Schlagwort für die verschiedenen Love-Interests.

Für welche Beziehungskonstellation im Liebesroman du dich auch entschieden hast. Es macht Spaß, über die Schulter zu gucken. Egal, ob du eine Partnerperson hast oder nicht: Im Liebesroman dürfen wir auch die Beziehungen miterleben, die wir gar nicht selbst wollen würden. Oder uns ein klein wenig in die Beziehungsperson vergucken. Your choice.

Die fiktiven Pärchen können auch spannende Kombinationen unterschiedlicher Persönlichkeiten sein.

8. Verlieb dich mit Liebesromanen neu in das Gefühl der Liebe.

Sich anbahnende Gefühle zwischen den Figuren mitzuerleben, finde ich immer wieder schön. Verliebt in das Verliebtsein. Was wäre da passender, als einen Liebesroman zu lesen?

Es macht Spaß, weil ich mitfühlen kann. Vielleicht eine Art Grundvoraussetzung, sich überhaupt gerne mit der Liebe, Beziehungen und dem Gefühl des Verliebtseins zu beschäftigen. Sonst wären andere Genres eher was für dich.

9. Happy Ends geben ein gutes Gefühl.

Hach ja, die Happy Ends. Ich will die volle Versöhnung und glückliche Figuren, wenn ich ein Buch zuklappe. Bei den meisten Liebesromanen bekomme ich das. Je nach Subgenre und je nachdem, wie offen das Ende gehalten ist.

10. Spice: Wie explizit darf es in Liebesromanen zur Sache gehen?

    Kein Thema habe ich so oft diskutiert gesehen. Wie explizit darf es in Liebesromanen zur Sache gehen?

    Ich bin für Spice, denn Lesen darf Lust wecken. Das ist, wie bei jeder Wahl eines Buches, deine persönliche Entscheidung. Es gibt genug Bücher, in denen wir Lesende vor der Schlafzimmertür bleiben.

    Bei intimeren Szenen sind meiner Meinung nach Kontext und Konsens wichtig.

    Hier kannst du zu dem Thema weiterlesen: Was ist Spice? Über Peperoni-Emojis für Bücher

    11. Liebesromane bieten immer dasselbe? Die Nuancen machen es interessant.

    Vielleicht wiederhole ich mich, aber ich mag die Stationen, durch die wir Lesenden unsere Protagonisten in Liebesromanen begleiten. Kennenlernen zwischen Protagonist:innen, erster Kuss, ein paar Schwierigkeiten zwischendrin, Happy End. Mir gefällt das.

    Kennst du das, wenn du schon mitten drin in der Story bist: es gab Annäherungen und Herzklopfen. Doch dann tauchen die Konflikte auf. In diesem Moment verspüre ich immer Neugier. Ich hoffe und ahne, dass eine Versöhnung kommt, ohne zu wissen wie.

    Die verschiedenen Wege zu diesen Stationen machen es spannend. Solange wir uns nicht von Klischee zu Klischee hangeln müssen.

    12. Liebesromane lassen dich träumen, ohne auf Konflikte und Entwicklung verzichten zu müssen.

    Allgemeiner gesprochen kannst du dich in Liebesromanen weg träumen ohne auf Konflikte und Entwicklung verzichten zu müssen – ob das dark und edgy wie in einer Dark Romance werden darf, entscheidest du selbst.

      Was macht für dich einen guten Liebesroman aus?

      Vielleicht liest du, wie ich schon länger Liebesromane, oder du willst diesen Büchern jetzt eine Chance geben. Mit welchen Gründen konntest du connecten?

      Wir dürfen ausprobieren und entdecken, welche Varianten uns gefallen. Und natürlich verändert sich das. Vielleicht auch je nach Lebensphase?

      Ich hoffe, ich werde Liebesromane nie ganz hinter mir lassen, sondern im Gegenteil immer mehr auch mitwachsende, ältere Protagonist:innen zu Wort kommen dürfen.

      Und falls du gerade auf der Suche nach konkreten Buchtipps bist, habe ich das hier für dich: 11 Buchtipps – Liebesromane, die ich wieder lesen würde

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