Was ich nach 6+ Monaten bloggen über mich als Autorin & übers Schreiben gelernt habe

Veröffentlicht am Kategorisiert als Rückblicke

Manchmal kann ich noch gar nicht ganz glauben, dass ich inzwischen über sechs Monate blogge. Am 18.06.2025 habe ich meinen ersten Blogartikel veröffentlicht.

Ich habe angefangen zu bloggen, um über mein Schreiben zu berichten. Nach über sechs Monaten merke ich, dass ich noch viel mehr zu erzählen habe.

Die Zusammenstellung meiner Blogartikel über Klickzahlen, Kommentare und Länge zeigt mir das, was Judith Peters immer wieder prophezeit: persönliche Artikel werden kommentiert. Vielleicht weil wir dazu leichter etwas sagen können?

Best of Blog: meine Blog-Zahlen aus 2025

Meine 3 am häufigsten gesehenen Blogartikel 2025

  • Warum schreibt sie Blogartikel statt ihrer Texte? Meine Blog-Mission!
    Als ich diesen Artikel veröffentlicht habe, war ich unsicher, ob das überhaupt jemanden interessieren würde. Schließlich habe ich auf veröffentlichen geklickt. Weil es mir Spaß gemacht hat darüber zu schreiben, wo ich mit dem Blog hin möchte & was ich plane. (58 Ansichten, veröffentlicht am 23.07.2025)
  • Jahresrückblick 2025: kleine Schritte zum kreativen Ich
    Durch diese Blog-Challenge habe ich mehrere Tage intensiv an nur einem Artikel gearbeitet, was in meinen Schreibprozessen sonst eher untypisch ist. Das hat nicht nur meinen Workflow für Blogartikel leicht verändert. Dabei ist mein bisher längster persönlicher Artikel entstanden. (57 Ansichten, veröffentlicht am 31.12.2025)
  • Dranbleiben als Kreative?
    Dieser Blogartikel ist aus mehreren Gründen wichtig für mich: Mit der Frage „Dranbleiben als Kreative?“ vereine ich meine Interessen an Produktivität & Kreativität. Der Artikel ist mein erster Beitrag zu einer Blogparade. Die Deadline und mein Wille Teil dieser Blogparade zu werden, haben mich motiviert. Bis ich mich getraut habe „einfach mal“ online zu gehen, anstatt mehrere Beiträge vorzuschreiben. (27 Ansichten, veröffentlicht am 19.06.2025)

Meine 3 Blogartikel 2025 mit den meisten Kommentaren

  • Jahresrückblick 2025: kleine Schritte zum kreativen Ich
    Den Text kennen wir doch schon? Jap, meine Vermutung: bei einem unbekanntem Blog wie meinem heißt mehr Ansichten eines Artikels auch mehr Kommentare dazu. Ich kann mir vorstellen, dass sich so ein Verhältnis mit der Zeit noch verschiebt, vielleicht auch, wenn es mehr Artikel gibt, die Fragen beantworten, die von anderen Menschen online gesucht werden. (20 Kommentare)

  • Monatsrückblick November 2025: hier dings, manchmal kann ich schreiben
    Monatsrückblicke gehören zu den ersten Formaten, die ich aus meiner Onlinebubble übernommen habe. Und ich schreibe immer wieder Monatsrückblicke, um gemeinsam mit den To Want Listen Einblicke in meine kreativ-schreibenden-denk-Tätigkeiten zu geben.
    Besonders im November-Rückblick habe ich ehrlich von Blockaden und Prozessen berichtet. In der Tiefe hätte ich es mich im Sommer 2025 noch nicht getraut. (5 Kommentare)

Meine 4 längsten Blogartikel nach 6+ Monaten bloggen

  • Mein Weg zum kreativen Schreiben: über Selbstzweifel, lose Ideen, Träume und Ziele (2.341 Worte)
    Ein Text, der Zeit brauchte, den ich immer wieder umstrukturiert habe. Und er beinhaltet einige Themen, die mir am Herzen liegen: Selbstzweifel im kreativen Prozess, viele Ideen und die Frage, wie ich ein Projekt zu Ende bringen kann? Und ein Einblick in meine persönliche Timeline mit dem kreativen Schreiben. Ein klares Gegenstatement zur „ich schreibe schon immer“-Erzählung.
    Vielleicht wollte ich hier auch zu viele Themen unterbringen. Denn dieser Blogartikel steht schon länger auf meiner Überarbeitungsliste, weil der Text mir durcheinander erscheint. Ich lerne bloggen noch. Der Titel hingegen gefällt mir immer noch sehr gut.

  • 11 Buchtipps: Liebesromane, die ich wieder lesen würde (1.683 Worte)
    Ich wollte mich an einem klassischen Format versuchen und dem trotzdem einen persönlichen Spin geben, um nicht Buchtitel aneinander zu reihen, die mir gar nichts sagen (überspitzt ausgedrückt). So bin ich über ein paar Schätze gestolpert, die ich als Teenager gelesen habe und habe versucht die Bücher einzugruppieren: (moderne) Klassiker, meine Lieblinge von Ali Hazelwood, Geheimtipps & natürlich healthy, spicy Liebesromane.

Meine 3 wichtigsten Blogartikel nach 6+ Monaten

Oder anders formuliert: diese Blogartikel empfinde ich nach mehr als sechs Monaten bloggen als wichtig. Bei der Auswahl habe ich mich ganz auf mein Bauchgefühl verlassen.

  • 3 Monate Schreibreflexion: das habe ich gelernt
    In diesem Text habe ich bewusst mein Schreiben und Bloggen dokumentiert. Es war ein Experiment, um mir zu beweisen, dass ich mehr mache, als ich im Alltag wahrnehme. Darüber zu bloggen war doppelt hilfreich, weil es mich gezwungen hat mich mit meiner gesamten Dokumentation nochmal auseinander zu setzen. Und ehrlich gesagt bin ich immer noch stolz dieses Projekt durchgezogen zu haben. 🙂

  • Was ist Spice? über Pepperoni Emojis für Bücher
    Viel zu oft habe ich mich bei diesem Text gefragt: wurde nicht schon super oft darüber geschrieben? Gleichzeitig habe ich bei meiner Online-Recherche festgestellt, dass ich anderen Artikeln definitiv etwas hinzuzufügen hätte. Das hat mich ermutigt meinen eigenen Blick auf dieses in der Buchbubble heiß diskutierte Thema zu veröffentlichen.

  • Warum ich es liebe zu schreiben
    Wenn ich an meinen Texten, Ideen und daran ob ich eine „richtige“ Autorin bin, zweifle, versuche ich mich an diesen Blogartikel zu erinnern. Denn die Gründe, warum ich das Schreiben liebe, liefern mir eine Antwort für meine Zweifel. Und ich hoffe, dass meine Liebe und mein Blick aufs Schreiben auch anderen Menschen bei Zweifeln helfen können. Denn der Text ist wie eine Antwort auf Zweifel.
    Ich möchte mit diesm Text einen Beitrag leisten zu den weicheren Faktoren des Schreibens. Klar, Schreiben ist Handwerk, aber ich bin nicht die Richtige für Anleitungen, sondern eher für Einladungen. 🙂

Meine Blogerfolge nach 6+ Monaten bloggen

Ich habe diesen Blog gestartet und damit meinen Traum vom bloggen wiederbelebt. Vor ein paar Jahren hatte ich schon Mal einen Versuch gewagt, mich dort aber zu sehr auf das Thema Persönlichkeitsentwicklung beschränkt. Inzwischen schwingt dieses Interesse eher zwischen den Zeilen mit und ich sehe es durchaus kritisch.
Hier gebe ich mir mehr Freiheit meine gemütliche Ecke des Internets zu gestalten (die Formulierung leihe ich mir von Fanny Remus) und bin stolz zu wissen, dass ich jetzt Bloggerin bin.

Seit ich blogge, betrachte ich Blogs und meine Suchergebnisse anders. Dadurch habe ich einige neue Lesenzeichen gespeichert in diesem Jahr.

– ich im Jahresrückblick 2025

Ich surfe mit offeneren Augen durchs Web und frage mich öfter: entdecke ich dazu einen interessanten Blog?
So klicke ich öfter bewusst bei anderen Blogs vorbei und hinterlasse ab und zu Kommentare. Es entsteht eine erste Vernetzung.

Bloggen bedeutet auch sich mit der Technik im Hintergrund zu beschäftigen. Und ich merke, dass mir die Recherche dazu Spaß macht. Ich habe kaum Berührungsängste bei technischen Fragen und traue mich bei diesem ganz eigenen Projekt, einfach mal zu versuchen.

Ich hoffe darauf in den nächsten 6 Monaten sicherer in meiner Themenvielfalt und -kombination zu werden. Das Bloggen selbst wird mir dabei helfen, wenn ich mich vorher nicht zu sehr gedanklich selbst beschränke.

Weitere Blogerfolge, die ich mir für die Zukunft wünsche:

  • Gastartikel bei Anderen veröffentlichen
  • etwas anbieten können: ein Buch, eine Beratung, ein anderes Produkt? Ich bin selbst ein bisschen neugierig, was sich da neben dem Schreiben noch finden wird

Mit diesen Ressourcen lerne ich bloggen & warum ich dadurch auf andere Art kreatives Schreiben lerne

Ich blogge seit über sechs Monaten. Jeder veröffentlichter Text ist ein sichtbarer Schritt weiter. ich lerne immer noch, genau wie für fiktionale Formate, inzwischen ein bisschen mehr beim Tun, als in der Theorie.

Bevor ich mich getraut habe den ersten Artikel zu veröffentlichen, habe ich
natürlich noch 100fach gegoogelt, wie man bloggt, welche Blogartikel man zuerst veröffentlicht und schließlich begonnen Ideen zu sammeln und wachsen zu lassen.

Bei meinen Recherchen habe ich gelernt und mich schließlich auch für ein paar bezahlte Lernangebote entschieden. Denn gerade zu Beginn hilft (mir) eine Kursstruktur mit klaren Anleitungen. Und wenn ich mit der Welt von einzelnen Mentor:innen vertraut bin, kann ich besser unterscheiden, was zu dem passt, wo ich hin will.

Entschieden habe ich mich schließlich für:

  • 100 Days of Blogging – ein Online Kurs von Alexandra Polunin
    > besonders liebe ich den Reminder was alles zum Schreiben dazu gehört
  • VIB & Double your Blog – Formatvorlagen & ein Online Kurs von Judith Peters

Auch beim Bloggen geht es um schreibendes Handwerk. Und mein sich entwickelnder Blogworkflow hat daneben Einfluss auf meine fiktionalen Texte.

Ich werde vielfältiger in meinen Textlängen: Blogartikel sind meist etwas kürzer als meine geplanten fiktionale Projekte und ich stelle immer mehr fest, dass es mir Spaß macht einen Blogartikel oder eine Kurzgeschichte schneller abschließen zu können.

Ich lerne beim Bloggen. Ich lerne das Schreiben und ich lerne etwas über mich als Schreibende.

Meine 5 Lektionen: das habe ich im ersten halben Jahr durchs bloggen gelernt

Lektion 1: Schreiben im Alltag kann ganz unterschiedlich aussehen

Wie das immer so ist mit neuen Projekten bin ich hochmotiviert gestartet; shiny new things undso. Dadurch habe ich auch unterschätzt, dass der Zeitaufwand für Blogartikel stark variieren kann – je nach Text und was in meinem Leben sonst noch Aufmerksamkeit erfordert.
Insgesamt habe ich aber meine Fähigkeit das Schreiben im Alltag unterzubringen überschätzt. So gab es auch Phasen in denen es mir viel Druck gemacht hat, dass drei oder vier Wochen am Stück kein Blogartikel online gegangen ist.

Besonders zu Beginn haben fertige Blogartikel mir ein tolles Schreibgefühl gegeben. Dieser „ich habe einen Text fertig gestellt, yes!“-Vibe hat mir im Sommer 2025 sehr geholfen mich wieder meinen Schreibprojekten zu widmen.

Dessen ungeachtet kann ich nicht immer in dem Tempo schreiben, das mein perfektionistisches Ich sich vorstellt, wenn es an ein Schreibdate pro Woche und einen veröffentlichten Blogartikel pro Woche denkt.

Bei meiner selbst auferlegten Schreibreflexion merke ich, dass ich sehr wohl im Alltag Schreiben und etwas für mein Autorinnen-Ich tun kann. Auch wenn ich nicht die Bloggerin und Autorin für einen gleichbleibenden Veröffentlichungsrhythmus bin.

Allgemein bin ich eine zeitlang in eine Gedankenwelt abgebogen bei der ich davon ausging, (fast) jeder Text und jede Notiz müssten am Ende etwas enthalten, das ich auch veröffentlichen könnte.

Puh, kein Wunder, dass ich Druck gespürt habe.

Lektion 2: Ich romantisiere das Schreiben. Und ich bestimme selbst, ob ich mich Autorin nenne.

Durch diesen Blog ist mein Autorin-Ich sichtbar. Und das hat zeitweise für zu viel Druck gesorgt. Der Gedanke „ich bin noch keine Autorin“ stand meiner romantischen Vorstellung in einer einsamen Waldhütte zu schreiben gegenüber.

Aus einer Blockhütte in den Wald schauend habe ich noch nie geschrieben, dafür abends auf dem Sofa, mit Laptop auf dem Schoß.

Aber auch als Bloggerin schreibe ich. Autorin ist eine Selbstbezeichnung. Also entscheide ich, ob ich mich Autorin nenne.
Und ich finde noch heraus, was ich alles schreiben möchte, welche Art von Autorin ich bin.

Lektion 3: Ich darf mich schreibend & unterwegs finden, Bloggen ist das passende Medium für mich.

Das Bloggen bringt mich auch dazu darüber nachzudenken welche Aspekte aus meinem Leben ich teilen und über welche Interessen ich schreiben möchte. Ich bin mehr als Autorin, aber eben auch Autorin.

Und mich mit meinen Interessen schreibend auseinander zu setzen, gefällt mir. Bloggen ist das richtige Medium für mich. Hier kann ich verschiedene Themen zu vereinen.

Dank Judith Peters Inhalten rund ums Bloggen, habe ich den Gedanken übern Haufen geworfen, ein ganz konkretes Konzept brauche, um anzufangen.

Bloggen wird oft dafür kritisert, weil es länger dauert, bis wir Rückmeldungen bekommen. Social Media wird nachgesagt schneller Rückmeldungen zu bekommen. Aber ich blogge lieber ins Leere als krampfhaft in Kommunikation zu gehen. Ich schätze dieses langsame Wachstum.

Und ich schätze das Schreibgefühl, online und doch ohne äußere Begrenzungen wie Zeichenlimit schreiben zu können.

Lektion 4: Einen Blogartikel schreiben ist ein anderes Schreibgefühl als eine Geschichte zu schreiben.

… und ich Suche nach Vereinigung. Bloggen macht mir Spaß, ist aber auch ein ganz anderes Schreiben, als kreatives Schreiben, leise für mich.

Die Struktur, die ich einem Text gebe ist anders bei einem Blogartikel als bei einer Kurzgeschichte. Meine Wortwahl verändert sich.

Und doch – oder gerade deshalb? – frage ich mich, wie ich beide Schreibarten miteinander verbinden kann?

Ich bin wohl nicht so ganz der Typ fürs Erschaffen im stillen Kämmerlein.

Lektion 5: Bloggen bringt mir Commitment.

Mein Ziel ist, dass hier regelmäßig Texte erscheinen. Diese Regelmäßigkeit ist dehnbar. Dennoch bringt das Bloggen mir damit ein Commitment, das ich brauche.

Bloggen bringt diese positive Verpflichtung auch mit, da es für die Suchmaschinen regelmäßige Aktualisierungen braucht.

Durch das Spektrum, was ich noch als Regelmäßigkeit betrachte, ist mein schreibendes Engagement an meinen Alltag und unterschiedliche Energiereserven anpassbar.

Das Ziel regelmäßig einen Text online zu veröffentlichen hilft mir Ideen auszuformulieren, auszusortieren und mit Stichpunkten zu ergänzen. Bis schließlich ein neuer Artikel fertig ist.

Durch die regelmäßige Auseinandersetzung mit meinen Ideen und dem Blog, stelle ich mir immer wieder Fragen dazu und reflektiere, was für eine kreativ-schaffende Person ich bin.

Diese Fragen stelle ich mir als bloggende Kreative immer wieder

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